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Muratli: "Wir
verurteilen diejenigen, die bemüht sind, Kirkuk mit vollendeten
Tatsachen an die Verwaltung im Norden anzuschließen."
Die Irakische Türkmenen Front (ITF) hat die von kurdischen Parteien seit
drei Tagen mit Druck auf die Türkmenen und Araber durchgeführte
Unterschriftsammlungsaktion verurteilt, wobei sie die Türkei dazu
aufrief, ihre Stille zu brechen und dabei die ITF zu unterstützen.
Muratli, Repräsentant der Irakisch Türkmenen Front in der Türkei, sagte:
"Wir verurteilen die von kurdischen Parteien seit drei Tagen
durchgeführte Aktion, die bemüht sind, Kirkuk mit vollendeten Tatsachen
an die Verwaltung im Norden anzuschließen."
Die Irakische Türkmenen Front ITF hat die von kurdischen Parteien seit
drei Tagen mit Druck auf die Türkmenen und Araber durchgeführte
Unterschriftsammlungsaktion verurteilt, wobei sie die Türkei dazu
aufrief, ihre Stille zu brechen und dabei die ITF zu unterstützen.
Ahmet Muratli, Repräsentant der Irakisch Türkmenen Front in der Türkei,
erinnerte in einer Pressekonferenz in Repräsentanz, die er anläßlich der
Vorfälle in den letzten Tagen in Kirkuk veranstaltete, daran, daß der
Irakische Nationalrat gemäß Artikel 23 über die Kirkuk-Frage einen
Ausschuß gebildet habe. Muratli deutete darauf hin, daß die Aufgabe
dieses Ausschußes die Feststellung der Ungerechtigkeiten in Kirkuk sei.
Der Ausschuß würde seine Tätigkeit seit langer Zeit in dieser Richtung
durchführen. Muratli Sagte folgende:
"Die kurdischen Parteien stören jedoch seit drei Tagen vor allem den
demographischen Aufbau in Kirkuk. Wir stellen fest, daß sie in Kirkuk
Druck auf die Türkmenen und Araber ausüben und daß die Peschmergas die
Menschen in öffentlichen Stellen mit Waffen bedrohen und mit
terroristischen Aktionen Unterschriften sammeln. Wir sehen auch, daß sie
mit Waffen Türkmenen entführen und sie dazu zwingen, zu unterschreiben.
Wir verurteilen diese Aktionen, bei denen sie den Anschein erwecken
wollen, daß die Türkmenen und Araber für den Anschluß der Provinz Kirkuk
an die Verwaltung im Norden seien."
Muratli, der meinte, daß diese Aktion den Frieden und die Ruhe in Kirkuk
störe. Er deutete darauf hin, daß Kirkuk eine Provinz mit türkmenischer
Eigenschaft sei und daß man durch diese Aktionen die Bemühungen der ITF
vereiteln möchte. Muratli sagte zudem, daß man durch diese Aktionen die
Gutwilligkeit und den guten Willen der Türkei, Frieden herzustellen,
sabotieren will.
"DIE IM OKTOBER VORGESEHENE VOLKSZÄHLUNG IST BEDENKLICH GEWORDEN"
Muratli, der Unterstützung von der Türkei forderte, sagte: "Wir fordern
von der Türkei, daß sie vor allem gegenüber dieser unmenschlichen,
inofiziellen, bedrohlichen Aktionen ihre Stille bricht und Türkmenen und
Araber dabei unterstützt. Die Leute dort erwarten nämlich ernste
Unterstützung von der Türkei." Muratli meinte zudem, daß die Verwaltung
im Norden die Tätigkeiten des Ausschußes nicht verhindern solle und daß
die ITF die Feststellung der tatsächlichen Türkmenen wünsche. Muratli,
der sagte, daß im Irak in diesem Jahr Wahlen, Volkszählungen usw.
stattfinden werden. Die Verwaltung im Norden solle auf diese Aktionen
verzichten, damit die im Irak vorgesehene Volkszählung nicht bedenklich
werde.
Muratli sagte auf die Frage der Journalisten über die im Oktober
vorgesehene allgemeine Volkszählung folgendes:
"Die Volkszählung im Irak ist bedenklich geworden. Die Durchführung
einer Volkszählung in diesem Jahr wird bedenklich und verdunkelt sein,
so lange der Druck in Kirkuk weiterhin fortgesetzt wird. Ich appeliere
an die türkmenische Diaspora; Zeigt in der Sache Kirkuk Reaktionen wie
in der Vergangenheit.
Anatolische Presseagentur |